„Leediehsndschentlmän, inawjuminets weärreiw Düsseldorfmeenstäschn. Sängjuwoahdrawelling Deutsche Bahn.“
Taxischlange. Steige ins erstbeste. Schlechte Wahl. Werde gerügt, dass doch die zwei kollegen, die rechts hinter einer Betonsäule parken, zuerst besetzt werden müssen. Sängju, dickhead! Schleppe meinen Plunder in eine verquarzte Tourischleuder, auf geht#s mitten durch eine Stadt, deren Architektur seit den 60er/70er Jahren keine Frischzellenkur mehr bekommen hat. Vom hübschen Medienhafen einmal abgesehen, aber jeder blinde Stadtplaner findet wohl mal ein ästhetisch-ertragbares Korn. Und was die Leute hier so tragen, wäre, dachte ich, spätestens nach der Wiedervereinigung als Willkommenspende in die Neue DDR gegangen, damit der Zoni sich hippe Kittelschürzen daraus basteln könnte. Tja, auf Kies gefurzt, wie Atze sacht. Bei meinem letzten Besuch sagte ein Taxikutscher noch tollkühn, wir rollten durchs Rhein-Paris. Excusez-moi? Wir rollern durch fies-pseudomoderne Straßen, die im grauen Licht des Himmels nach Strahlsund anno 1989 aussehen. Biggy’s Bärenklinik, Dance Klub Palm Beach, Hetero Kino. Haben wir Gays schon derartige Dominanz erreicht, dass Pussyfans nur noch in eigens für sie markierte Sexshops gehen dürfen? Gayl! Tucken rule!!
Dann wird alles anders, grüner, friedlich, christlich. Habe mich im einzigen Hotel einquartiert, dass trotz Spesenknebel noch wohnlich aussah im Web: Das MutterHaus, betrieben von der evangelischen Diakonie-Stiftung. Wir fahren vor ein imposantes Backsteinportal, ringsum weitere Gebäude und, ich glaube, auch eine Kirche, zumindest aber Kapelle. Drinnen ein hypermodernes Herberge- und Tagungszentrum. Der Rezeptionist ist entweder mit sich, Gott und der Welt geradezu unmenschlich-perfekt im Reinen, oder er grinst so herzlich und einladend, weil er a) einen Blister Prozac geschnupft hat oder b) einen Buttplug in Maria-Form drin hat. Anyway, stapfe auf meine kleine Denkerbutze unterm Dach. Hier werde ich nun meine 96 Thesen schreiben und sie alsdann an die Eingangstür posterstripen. Leider kein Wireless-LAN, muss auf Halde in Word tippen. Auf dem Gang vor meiner Zimmertür sprechen zwei Frauen über den Segen der Schmerztherapie. Mal schauen, wie sich die Modemesse ertragen lässt. Sonst klopfe ich da mal an…
Fotos aus meinem unglaublich aufregenden Leben in der Kaste der G-Promis findet ihr ab sofort auf flickr Vorher allerdings müsst ihr meine Freunde werden. bussibussi guccigucci pradaprada
lookin' good. feelin' gorgeous. talkin' bitchy!
Montag, 5. Februar 2007
F*cking Düsseldorf
Eingestellt von
STYLEB*TCH
um
00:08
Labels: reality bites
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen